Das Harz-Tagebuch: Erste Proben und Badespaß am Dienstag

Der erste Morgen im Sommercamp begann mit dem Weckruf um 8.00 Uhr. Die Jugendlichen schliefen mit den Betreuern Hilka, Jule und Philipp in den Tipis und verteilten sich nach dem Aufstehen erstmal auf die drei den Zelten zugeordneten Bädern. Bei 17 Leuten keine ganz einfache Sache.

Die Essensgruppe bereitete unterdessen das Frühstück vor. Es gab Müsli, Cornflakes und frisch aufgebackene Brötchen mit Käse oder Wurst. Für die vier muslimischen Jugendlichen stand auch extra eine Geflügelsalami bereit. Erstaunlich wie sehr man da auf die Inhaltsangaben achten muss, denn nicht überall wo Geflügelsalami drauf steht, ist auch nur Geflügel drin.

So gestärkt konnte es in die erste Probe gehen. Der Gemeinschaftsraum verwandelte sich wieder in den Probenraum und alle bisher schon erarbeiteten Szenen wurden erst mal gemeinsam durchgespielt. 


In der Busszene durfte Ali wieder seinen Bus lenken und in der Freundschaftsszene wurde mit allen die Choreographie geübt. Dann trennten sich die Gruppen und probten an verschiedenen Stellen im und am Baumhaus ihre Szenen mit den Projektleitern.

 

Die drei Puppenspieler Jannik, Anna und Sophie hatten währenddessen allerdings eine andere wichtige Aufgabe: Sie sind für die Entstehung der Erzählerpuppe zuständig, die Anna und Sophie im Stück spielen werden. In jeder freien Minute bauten sie im Kaminzimmer daran.

Nach dem Mittagessen aus leckerer Gemüsesoße mit Reis und gebratenen Putenstücken, das mit etwas Gewürz auch richtig lecker war, hatten die Hausbewohner Freizeit.

Herbergsvater Hardi empfahl bei dem heißen Wetter einen Besuch des Badesees in Friedrichsbrunn und dann machten sich alle auf die Socken dorthin. Dort angekommen, waren alle etwas verunsichert, denn plötzlich standen wir vor einem fischreichen kleinen Weiher, an dem Schilder das Baden verboten. Zum Glück klärten die Einheimischen uns auf, dass die Beschilderung ein Trick der Stadt Thale sei, um ihr kostenpflichtiges Badevergnügen zu unterstützen. Da trauten sich dann doch alle ins Wasser und sogar Emmi, der kleine Hund von Knipser Christian, hatte einen Riesenspaß beim Planschen.

Hungrig kehrten wir ins Baumhaus zurück und freuten uns über Chili con und Chili sin Carne, das die Küchenfeen unter Leitung von Jule gezaubert hatten.


In der darauffolgenden abendlichen Probe wurden neben den schon in Magdeburg erarbeiteten auch zwei neue Szenen entwickelt. Una, die die Proben mit der Fotokamera dokumentierte, war besonders von der unterhaltsamen „Ali“-Szene begeistert. „Die ist so witzig“, platzte es den ganzen Abend immer wieder aus ihr heraus. Auch die Dachbodenszene ist neu, die Breaker Jonas zusammen mit den drei Puppenspieler

Als dann am späten Abend sich die meisten Hausbewohner schon zur Nachtruhe gebettet hatten, saßen die Erwachsenen noch gemütlich zusammen und redeten über ihre Erfahrungen. Schon dieser Tag zeigte, das unsere gemeinsame Reise viele Abenteuer bereit hält. Wir lernen uns besser kennen, lernen die Geschichten der Jugendlichen und auch welche Hindernisse und Konflikte, die sich manchmal aus den kulturellen Unterschieden ergeben, es noch zu überwinden gilt.

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