Die Proben gehen weiter

Die positive Resonanz unserer Aufführungen am 15. und 16. Oktober 2016 führten dazu, dass wir unser Stück im Januar noch mal präsentieren dürfen. Am 12. Januar spielen wir um 10 Uhr und am Freitag, den 13. Januar spielen wir um 18 Uhr. Wir sind aufgeregt und haben wie verrückt noch mal alles geprobt!

Knipserreporter Quentin hat das mit der Fotokamera beoachtet.

Premiere von "Das Haus"

Am 15. Oktober feierten die Hausbewohner im Puppentheater Premiere. Die Knipser waren natürlich dabei und haben das Stück gefilmt. Garniert mit einigen Nahaufnahmen und Aufnahmen, die hinter der Bühne entstanden sind, möchten wir euch das Stück nicht vorenthalten. Wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben und konnten das Publikum am Premierenabend und auch bei der zweiten Vorstellung am 16. Oktober mitreißen. - mit unseren Geschichten und unserem Enthusiasmus.

 

Viel Spaß beim Zuschauen!

Die Knipser berichten: Unas Video-Harz-Tagebuch #2

Kurz vor ihrer Abreise berichtet Una am Sonntag noch schnell vom letzten Teil unserer Abenteuer im Harzcamp. 

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Die Knipser berichten: Unas Video-Harz-Tagebuch #1

Es ist Halbzeit im Harz-Camp und Una von den Knipsern berichtet euch, was sie bisher so erlebt hat in Friedrichsbrunn. Die "Hausbewohner" geben Gas.

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Das Harztagebuch: Körperklang und Korrekturen

Der vierte Tag im Sommercamp startete bis auf eine Knipser-Kamera, die den Frühstückstisch filmte, ganz normal. Gegen halb 10 kam dann Jennifer Fulton und machte mit den Hausbewohnern einen Musikworkshop.

 Die Theaterpädagogin und Musikerin spielt in zwei Bands und gehört wie Kerstin zu Theaterlandschafft e.V.. Sie zeigte uns, wie man mit seinem eigenen Körper Musik macht, ohne einen riesigen Berg an Instrumenten mitnehmen zu müssen. Zuerst probierten alle nacheinander aus, mit welchen Körperteilen welche Töne möglich sind. Nesa macht das ja schon seit Montag, aber jetzt ging es darum, Klopfgeräusche mit Stimme und Rhythmus zu kombinieren. „Voice and Beat“ nannte Jennifer das. Dann haben sich die Kids in kleinen Gruppen selbst eine Bodypercussion-Komposition ausgedacht und präsentiert.

 

Dann begeisterte Jennifer uns alle mit ihrer tollen Soulstimme, sang mit uns gemeinsam und schmetterte am Ende „Hit the Road Jack“ für uns. Wir bedankten uns bei ihr mit tosendem Applaus.

 

Das neuseeländische Lied, das Jennifer uns beibrachte, haben wir dann auch gleich in unser Arsenal an Gruppenritualen übernommen und später vor unserer Probe gemacht.


Da die Hausbewohner aus so vielen verschiedenen Ländern kommen und unsere Arbeitsgruppen ja international gemischt sind, gab es am Donnerstag auch mal internationale Küche: Hassan, Hussein und Mohsen bereiteten mit den Betreuern das typisch afghanische Mittagessen zu. Als sie Marlen erzählten, dass es Spagetti mit Kartoffeln geben würde, wunderte nicht nur sie sich. Aber die Mischung aus Nudeln, Kartoffeln, Kidneybohnen und Kichererbsen schmeckte allen prima und wir langten gern noch einmal zu.

Nach dem Mittagessen begannen die Korrekturproben. Die Erkenntnisse und Beobachtungen aus dem Einzelszenen-Training und aus der Durchlaufprobe besprachen Mimo und Marlen mit allen gemeinsam und beschlossen, was an den Szenen geändert und wer was noch beachten muss. 

So muss zum Beispiel Maro aufpassen, dass er die Ohrfeigen an Nesa und Dominic nur spielt und nicht tatsächlich zuhaut. Auch Temmo und Omid müssen in der Ali-Szene vorsichtig mit Ali umgehen und dürfen nicht zu heftig an seinen Armen ziehen. „Ich spiele es nur, ich mache es nicht wirklich“, erklärte Mimo, als er und Marlen beispielhaft vormachten, wie man es richtig gut hin bekommt.

Während Chris und Mimo mit Nesa, Dominic, Jonas, Fabienne, Temmo und Maro die Hofszenen probten, nutzten einige andere die Zeit, um nach Friedrichsbrunn zu laufen und einzukaufen. Una nahm in der Zeit ihr erstes Harztagebuch-Video auf und berichtete aus ihrer Sicht von den ersten dreieinhalb Tagen. Ansonsten genossen alle ihre Freizeit, spielten Federball, Fußball oder ruhten sich aus.

Das Abendprogramm begann mit der Stellprobe. Hardi hat uns dafür sogar seine Lichttechnik und Sound auf die kleine Bühne am Forellenteich gezaubert.

Unsere Akteure müssen wissen, wer zu welchem Zeitpunkt die Bühnenteile für die nächste Szene vorbereitet. Das muss geübt werden. Danach ging es an die zweite Durchlaufprobe. Leider fing es irgendwann an zu regnen und alle flüchteten nach drinnen. Dort wurde die Probe dann zu Ende geführt.

Es ist deutlich zu sehen, wie gut uns und dem Stück das Harzcamp tut. Bei jeder Probe sieht man die Fortschritte und die einzelnen Szenen werden immer differenzierter und unsere Hausbewohner auf der Bühne immer sicherer und besser. Doch die Arbeit ist noch nicht getan!


Zur Belohnung für die gute Probe und als herrlichen Abschluss des Abends gab es Stockbrot bzw. Knüppelteig, das wir über Hardis Lagerfeuer rösteten. Ein anstrengender aber wunderschöner Tag.

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Das Harztagebuch: Bauschaum und scharfe Sauce

Der Mittwochmorgen begann schon um 7.30 Uhr mit dem Wecken, denn um 9 Uhr stand der erste Workshop an: Maskenbau mit Kerstin Dathe. Kerstin ist unter anderem Schauspielerin, Puppenspielerin und ausgebildet im Marionettenbau. Sie wohnt mit ihrem Mann Hardi und den beiden Kindern Max und Frieda im Baumhaus. Mit den Jugendlichen von Das Haus erarbeitete sie auf der Terrasse erst an Maskenideen für unser Stück und dann an der ganz praktischen Entstehung dieser Masken. Erstmal zeichneten sie ihre Ideen auf Papier, übertrugen sie dann auf Karton und bildeten daraus das Grundgerüst für die später aus Pappmaché entstehenden Masken. Als Grundlage wird Baumschaum genutzt, den Kerstin aber sicherheitshalber selbst aufsprühte. 

Am Nachmittag war eigentlich der zweite Teil des Maskenbauworkshops geplant, doch leider war der von Kerstin aufgetragene Bauschaum noch nicht trocken. Erst am Freitag kann es also damit weitergehen. Also wurde kurzfristig der Plan geändert. Oskar, Una, Dominic, Nesa, Maro, Mohsen, Moslem, Fabienne und Sophie gingen mit Hilka und Sven an den See baden.

Die übrigen Tipibewohner blieben mit Christian und Jule am Baumhaus. Hassan, Hussein und Omid übten fleißig ihre Szene, während Ali, der gern lernen möchte, Klavier zu spielen, ein bisschen übte. Temmo half Jule in der Küche bei der Vorbereitung des Mittagessens und Chris und Jonas machten auf den Sofas ein Nickerchen.

 

Philipp und Melli brachten derweil Mila zur Bushaltestelle. Leider musste sie wieder nach Hause, weil auf ihrem Schreibtisch reichlich Arbeit auf sie wartet. Dann fuhren die Zwei nach Thale und stockten für den Rest der Woche die Essensvorräte für die stets hungrige Meute auf.


Das Abendbrot aus Nudelsalat und Würstchen war zwar nichts für Hassan und Hussein, weil sie kein Gemüse mögen. Aber alle anderen waren begeistert und langten ordentlich zu. Ali schaffte sogar sechs Würstchen. Besonders lustig wurde es dann, als die kleine Flasche Tabasco am Tisch auftauchte und für eine besondere Mutprobe sorgte. Wer traute sich die scharfe Sauce zu probieren? Auch Una und Oskar trauten sich. Zwischen Philipp und Fabienne entbrannte sogar ein kleiner Wettstreit, den Fabienne für sich entschied. Allerdings mit Tränen in den Augen. ;)

In der Abendprobe war es dann endlich soweit. Zum ersten Mal spielten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam alle Szenen hintereinander in der Abfolge, die sich Marlen, Mimo und Chris überlegt hatten. Alle Betreuer, Knipser und Hausbewohner schauten ganz gespannt zu und waren begeistert. Endlich fügen sich die monatelang geprobten Einzelszenen zu einem großen Ganzen. Die Zuschauer bangten mit, lachten und spendierten nach jeder Szene begeisterten Applaus. Das ganze Baumhaustal klang dabei mit. 

Mimo, Chris und Marlen waren zufrieden. Natürlich muss noch einiges geübt werden, schließlich sind einige Szenen gerade erst entstanden. Deshalb wurde nach dem Durchlauf das Proben eingestellt und die drei Projektleiter zogen sich zur Besprechung zurück. Aber insgesamt ist schon deutlich zu erkennen, in welche Richtung es mit dem Stück geht und vor allem, dass die Hausbewohner große Fortschritte machen. „Heute war es auch wichtig, dass die anderen zugeschaut haben und die Jugendlichen so die Scheu vor dem Publikum verlieren“, sagte Chris am Ende der Probe. Das war vor allem für Ali eine ganz neue Erfahrung.

Wir sind gespannt, wie es dann am Samstagabend bei der letzten Durchlaufprobe laufen wird.

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Das Harz-Tagebuch: Erste Proben und Badespaß am Dienstag

Der erste Morgen im Sommercamp begann mit dem Weckruf um 8.00 Uhr. Die Jugendlichen schliefen mit den Betreuern Hilka, Jule und Philipp in den Tipis und verteilten sich nach dem Aufstehen erstmal auf die drei den Zelten zugeordneten Bädern. Bei 17 Leuten keine ganz einfache Sache.

Die Essensgruppe bereitete unterdessen das Frühstück vor. Es gab Müsli, Cornflakes und frisch aufgebackene Brötchen mit Käse oder Wurst. Für die vier muslimischen Jugendlichen stand auch extra eine Geflügelsalami bereit. Erstaunlich wie sehr man da auf die Inhaltsangaben achten muss, denn nicht überall wo Geflügelsalami drauf steht, ist auch nur Geflügel drin.

So gestärkt konnte es in die erste Probe gehen. Der Gemeinschaftsraum verwandelte sich wieder in den Probenraum und alle bisher schon erarbeiteten Szenen wurden erst mal gemeinsam durchgespielt. 


In der Busszene durfte Ali wieder seinen Bus lenken und in der Freundschaftsszene wurde mit allen die Choreographie geübt. Dann trennten sich die Gruppen und probten an verschiedenen Stellen im und am Baumhaus ihre Szenen mit den Projektleitern.

 

Die drei Puppenspieler Jannik, Anna und Sophie hatten währenddessen allerdings eine andere wichtige Aufgabe: Sie sind für die Entstehung der Erzählerpuppe zuständig, die Anna und Sophie im Stück spielen werden. In jeder freien Minute bauten sie im Kaminzimmer daran.

Nach dem Mittagessen aus leckerer Gemüsesoße mit Reis und gebratenen Putenstücken, das mit etwas Gewürz auch richtig lecker war, hatten die Hausbewohner Freizeit.

Herbergsvater Hardi empfahl bei dem heißen Wetter einen Besuch des Badesees in Friedrichsbrunn und dann machten sich alle auf die Socken dorthin. Dort angekommen, waren alle etwas verunsichert, denn plötzlich standen wir vor einem fischreichen kleinen Weiher, an dem Schilder das Baden verboten. Zum Glück klärten die Einheimischen uns auf, dass die Beschilderung ein Trick der Stadt Thale sei, um ihr kostenpflichtiges Badevergnügen zu unterstützen. Da trauten sich dann doch alle ins Wasser und sogar Emmi, der kleine Hund von Knipser Christian, hatte einen Riesenspaß beim Planschen.

Hungrig kehrten wir ins Baumhaus zurück und freuten uns über Chili con und Chili sin Carne, das die Küchenfeen unter Leitung von Jule gezaubert hatten.


In der darauffolgenden abendlichen Probe wurden neben den schon in Magdeburg erarbeiteten auch zwei neue Szenen entwickelt. Una, die die Proben mit der Fotokamera dokumentierte, war besonders von der unterhaltsamen „Ali“-Szene begeistert. „Die ist so witzig“, platzte es den ganzen Abend immer wieder aus ihr heraus. Auch die Dachbodenszene ist neu, die Breaker Jonas zusammen mit den drei Puppenspieler

Als dann am späten Abend sich die meisten Hausbewohner schon zur Nachtruhe gebettet hatten, saßen die Erwachsenen noch gemütlich zusammen und redeten über ihre Erfahrungen. Schon dieser Tag zeigte, das unsere gemeinsame Reise viele Abenteuer bereit hält. Wir lernen uns besser kennen, lernen die Geschichten der Jugendlichen und auch welche Hindernisse und Konflikte, die sich manchmal aus den kulturellen Unterschieden ergeben, es noch zu überwinden gilt.

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Endlich im Harz - Auftakt beim Sommercamp

 

Der Montagmorgen startete für alle Beteiligten ziemlich früh, auch vor Aufregung, denn endlich startete unsere einwöchige Reise zum Sommercamp in den Harz. 

 

Die Knipser beluden schon um 9 ihr Auto mit der Technik für die Woche. Um 10 trafen sich dann nach und nach alle Projektleiter, Betreuer und Teilnehmer am Puppentheater. Dort wurde der Transporter mit den Bühnenteilen, Requisiten, Kostümen und mit dem Reisegepäck vollgepackt. 

Die vier Knipser Una, Oskar, Melli und Christian fuhren mit dem Auto in Richtung Friedrichsbrunn, denn ihr Auftrag war es, den Einkauf für die ersten drei Tage zu erledigen. Kein einfaches Unterfangen, wie sich herausstellte, denn für 27 Reisende einzukaufen und das alles in einem Auto unterzubringen, erfordert echtes Stapelgeschick.

Mimo steuerte den Transporter nach Friedrichsbrunn, die übrigen „Hausbewohner“ reisten mit dem Zug. Nach einer kurzen Busreise erreichten die Zugreisenden gegen halb 2 das Baumhaus, Vereinssitz des Theaterlandschafft e.V. und ein Raum für Werkstätten, Workshops und Aufführungen. Hier werden wir nun noch bis Sonntag an unserem Stück arbeiten und als Gruppe zusammenwachsen.

Um halb 3 waren dann auch endlich die Einkäufe da und die erste Küchengruppe kochte Vollkornnudeln und Tomatensoße.

 

Mit Jule, Mila, Hilka, Sven und Philipp stehen uns sehr nette ehrenamtlich Betreuer zur Seite. Sie sorgen dafür, dass die Mahlzeiten reibungslos ablaufen und die in Arbeitsgruppen eingeteilten Jugendlichen sich auch wirklich an der gemeinsamen Arbeit beteiligen. Manchmal nicht ganz leicht, weil es auf dem weitläufigen Gelände um das Baumhaus einfach viel zu entdecken gibt.

Nach dem sehr späten Mittagessen um halb 5 und einer kleinen Verdauungspause, verwandelte sich der Gemeinschafts- und Speisesaal in den Probenraum. Als Auftakt und weil ja auch die neuen Betreuer für diese Woche zu unserer bunten Truppe gehören, machten wir das Picasso-Kennenlernspiel. Zunächst malten wir von uns Porträtbilder und dann interviewten sich immer jeweils zwei Personen. Das Spannendste kam aber dann: Die zwei Partner stellten sich gegenseitig auf der Bühne vor und übernahmen dabei die Rolle des jeweils anderen. Es wurde herzlich gelacht und gab großen Applaus.

Zum Abendbrot sorgte Christian am Grill dafür, dass auch jeder einen Grillkäse, eine Bratwurst oder einen leckeren Gemüsespieß abbekam. Jule und Mila hatten schon am frühen Abend Pellkartoffeln gekocht, die mit Kräuterquark herrlich schmeckten.

 

Noch bis spät in die Nacht saßen die drei für das Theaterstück verantwortlichen Projektleiter Marlen, Chris und Mimo zusammen und arbeiteten an den Szenen, ordneten Rollen zu und teilten Probengruppen für den Dienstag ein. 

Vor dem Zubettgehen wurde der Plan dann noch im Gemeinschaftsraum aufgehängt und begrüßte die Jungen und Mädchen am nächsten Morgen.

Obwohl wir sieben Tage zur Verfügung haben, ist die Zeit doch knapp bemessen“, meinte Marlen. Es liegt noch viel Arbeit in dieser Woche vor uns. Denn nicht nur das Stück und die einzelnen Szenen müssen weiter erarbeitet und finalisiert werden, auch Masken werden dafür noch gebaut.

 

 


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Gemeinsame Probe im großen Saal am 11.07.

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Gemeinsame Probe 4.7. im großen Saal des Puppentheater

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HELP- I NEED SOMEBODY!             GESUCHT werden BETREUER für das SOMMERTHEATERCAMP im Harz (25.7.-31.7.2016)

Wer hat Lust und spontan Zeit uns zwischen dem 25.7. - 31.7.2016 bei unserem SommerTHEATERcamp zu unterstützen?

In dieser Zeit wollen wir die Szenen, die in den vergangenen Monaten entstanden sind, zu einem Großen und Ganzen zusammenfügen und in entspannter Atmosphäre proben. Deine Aufgaben wären es, aufzupassen, das den Kindern und Jugendlichen nichts passiert, mit ihnen zu kochen und einfach mit uns eine schöne Zeit zu verbringen. Ihr könnt euch kreativ einbringen und sehr viel dazu lernen. Unterkunft, Verpflegung, Reisekosten werden übernommen. Eine kleine Entschädigung gibt es neben einer Teilnehmerbescheinigung auch....Also- worauf wartet ihr? Meldet euch bei mir: 0391-5403316 oder per Mail marlen.geisler@ptheater.magdeburg.de. 

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Die Knipser berichten: Kundgebung gegen drohende Abschiebung

Bereits im letzten Jahr war die Zukunft der Familie Barjamovic in Deutschland ungewiss und ihnen drohte die Abschiebung. Am Montag endete die Duldung der Familie aus Serbien erneut, die in ihrer Heimat zur ethnischen Minderheit der Roma gehört. Doch in Magdeburg regte sich Widerstand gegen die drohende Abschiebung. Eine Kundgebung vor der Ausländerbehörde wurde organisiert und gemeinsam demonstriert.

Nicht nur, dass die drei Jungs der Familie Nesa, Josef und Emanuel in dem 2014 mit dem Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichneten Projekt "Breakchance"/"Break Grenzen Crew" tanzen. Der elfjährige Nesa ist außerdem ein wichtiges Mitglied in der Breakdance-Gruppe von "Das Haus" und arbeitet seit Wochen mit uns gemeinsam an unserem Stück. Schon allein deshalb wollen wir, dass die Familie in Magdeburg bleiben kann.

Von der "Flowjob-Crew" wurde dazu auch eine Online-Petition auf change.org gestartet, die ihr unbedingt unterzeichnen solltet. Damit fordern wir gemeinsam ein dauerhaftes Bleiberecht für Nesa und seine Familie.

Übrigens hat auch die Volksstimme heute dazu einen Artikel veröffentlicht.

 

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Bäm! - Ein kurzer, euphorischer Rückblick auf das Konzeptionstreffen der Projektleiter*innen

 

BÄM!!

Wir haben es!

Besser gesagt, sie, die Struktur des Stückes.

Ok, viel ist von der ursprünglichen Idee - das da ein Haus ist, das von Jugendlichen entdeckt und schließlich besetzt wird - nicht mehr übrig. Außer dass da ein Haus ist, das einige Geschichten zu erzählen hat, vielmehr, die Dinge, die dort zu finden sind... Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten ; ).

In den vergangenen Wochen haben wir uns - das Projektteam - mehrmals zusammengesetzt und haben, ausgestattet mit reichlich Nervennahrung, die, in den vergangenen Monaten entstandenen Szenen der Teilnehmer*innen diskutiert und schließlich nach Themen, Mitteln und Rollen sortiert.

In den Proben mit den den Puppenspielkids und den Breakern haben wir gemeinsam geschaut und diskutiert, was funktioniert und was nicht (trotz fehlendem Dolmetscher). Herauskristallisiert haben sich acht Szenen, die in den jeweiligen Räumen des geheimnisvollen Hauses entdeckt werden wollen- zunächst von den Spieler*innen, dann von Euch...am 15.10.2016 zur Premiere unseres Stückes DAS HAUS

 

 

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Pfingstworkshop: Stück für Stück zum Stück

Unser zweiter Intensivworkshop fand vom 9. bis 11. Mai im Puppentheater Magdeburg statt. Er zeigte aufs Neue, wie viele Ideen in den "Hausbewohnern" stecken. Er offenbarte vor allem die Geschichten, die die Teilnehmer*innen berühren und auf der Bühne erzählen wollen. Geschichten zum Thema Ausgrenzung, Heimatlosigkeit, Einsamkeit und Gewalt in der Familie (vor allem an Frauen), aber auch hoffnungsvolle Geschichten über Freundschaft und die Möglichkeit, Dinge verändern zu können (siehe Fotos). 

 

An diesen drei Tagen entstand eine erste Sammlung an Szenen, die Ausgangspunkt für unser gemeinsamen Stück sein werden.

 

Dass dies überhaupt möglich war, haben wir vor allem dem afghanischen Puppenspieler Nasir Formuli zu verdanken, der selbst erst seit einem Jahr in Deutschland lebt, um Puppenspiel an der renommierten Ernst-Busch-Schauspielschule zu studieren, und sofort zusagte, als er von unserem Projekt hörte. Unsere afghanischen Jungs blühten - in erhoffter Weise - förmlich auf und zeigten sich ausgelassener und mutiger.

 

Am Montag startete Nasir mit einem Ausflug ins Maskentheater. Geduldig erklärte er allen Teilnehmer*innen, was es zu beachten gilt und welche Besonderheiten im Spiel mit der Maske liegen. So zum Beispiel, dass die Masken durch ihre Machart und ihr Aussehen bereits auf einen Charakter verweisen und sich dies in der Körperlichkeit wiederfinden müsse oder das man der Maske niemals ins Gesicht fassen dürfe- plausibel, schließlich tut man das bei Menschen ja auch nicht. Besonders für jene Teilnehmer, die sich bis dato eher zurückhaltend verhielten, eröffnete sich in dem Spiel mit der Maske neue Möglichkeiten, sich auszudrücken und aus sich herauszukommen. Wir konnten nur noch staunen. Die Begegnung mit Nasir - einem Stückchen Heimat - hatte neue Kräfte und Energien freigesetzt, die in Form von Spielfreude- und lust zum Ausdruck kamen. 

  

Der zweite Tag war - gewohnt -  bewegungsintensiv. Breakdance-Projektleiter Chris Sasse brachte uns zum Schwitzen und erarbeitete mit der ganzen Gruppe eine Choreographie. Nach dieser Erwärmung (bei einer tatsächlichen  Außentemperatur von 30 Grad Celsius) ging es zurück zu den am Vortag bereits erarbeiteten Szenen, um sie durch eine "tänzerische" Komponente zu erweitern. Vor allem ging es in dieser Einheit darum, zu zeigen, was der Körper erzählen kann (und muss), wenn das Gesicht durch eine Maske verdeckt ist.

 

Der Mittwoch bildete den Abschluss des dreitägigen Workshops und brachte uns einen Riesenschritt näher an unser gemeinsames Stück. Noch viel wichtiger, er brachte uns einander als Gruppe näher.

Die improvisierten Sequenzen der beiden Vortage wurden weiterentwickelt, wobei die Spieler*innen nun die Aufgabe hatten, alle oder einen Teil der Mittel, die sie in den vergangenen Monaten kennengelernt hatten, wie Puppenspiel, Objekttheater, Tanz, Maskenspiel auszuwählen und in ihre Szenen einzubauen.

 

Dabei zeigte sich, das die Spieler*innen über die sprachlichen Grenzen hinweg größeres Zutrauen zueinander gefunden hatten. So schnappte sich Anna vom Puppenspielclub Hassan aus der interkulturellen Puppenspielgruppe und zeigte ihm, wie man mit einer Tischpuppe umgeht. Gleichzeitig bettelte Dominic von den Breakern Nici von den "Knipsern" an, dass er auch fotografieren dürfe, während Maro (Breaker), Omid (interkulturelle Puppenspielgruppe) und Yannek (PSC) ein aberwitziges Spiel mit den Masken zeigten, so dass wir aus dem Lachen nicht mehr heraus kamen.....

 

..und am Ende der vierstündigen Probe, fragte mich zu meiner großen Freude ein Teilnehmer, der in den regulären Proben eigentlich bereits nach 15 Minuten fragt, wann Schluss sei, ob wir denn tatsächlich SCHON fertig wären.....Das sind die schönen Momente im Theaterleben, die einen Lust machen, weiterzumachen, egal wie schwierig es ist.

 

 

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Die Knipser berichten: Interview mit Florian Kräuter

Der Puppenspieler Florian Kräuter besuchte im April die Proben der Puppenspieler und zeigte den Hausbewohnern, wie man ganz normale Alltagsgegenstände zum Leben erweckt. Objekttheater nennt sich diese besondere Form des Spielens.

Knipser-Reporterinnen Una und Fleur haben ihre Chance genutzt und sich mit Florian über seine Arbeit und das Projekt unterhalten.

 

Alle Videos der Knipser findet ihr auch auf dem Knipserkanal.

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Hinter den Kulissen: Die "Hausbewohner" lernen die Praxis kennen

Oma Hermine hat Geburtstag und erinnert sich an diesem Tag an ihre Schildkröte Agathe. Denn auch für Agathe waren Geburtstage immer etwas ganz Besonderes. Und so erzählt Hermine die Geschichte: "Die Schildkröte hat Geburtstag".

 

Nach ungefähr einem Jahr Pause ist Puppenspielerin Anna Wiesemeier mit dem bezaubernden Stück für Menschen ab 4 Jahren wieder auf der Bühne zu sehen.

Unsere Hausbewohner durften bei der letzten Durchlaufprobe am vergangenen Freitag dabei sein und ganz exklusiv einen Blick hinter die Kulissen werfen. Bei dieser "Mini-Hospitanz" konnten sie nicht nur das Stück ansehen, sondern durften unter Anleitung des Profis Anna sogar einige eigene Gehversuche mit den Puppen unternehmen.

Aber nicht nur das! Auch Lichttechnikerin Anke Hansen gewährte den Projektteilnehmern einen Einblick in ihre Arbeit. Wie wird die Beleuchtung bei so einem Stück geregelt? Was kann man da eigentlich alles machen?

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Mehr Drama, Baby!

Am 15. April fand zum zweiten Mal der vom Bundesverband der Theaterpädagogik (BuT e.V.) ins Leben gerufene Tag der Theaterpädagogik statt. Bundesweit stellen Theaterpädagogen ihre Arbeit vor, um zu zeigen, wie vielfältig und unterschiedlich diese Arbeit sein kann. Seit vielen Jahren besteht in Sachsen-Anhalt auch ein erhöhter Bedarf an theaterpädagogischen Projekten , v.a. in ländlichen Gebieten.

 

Seit 2015 trägt das vom Kultusministerium geförderte Modellprojekt dazu bei, die Theaterpädagogik in Sachsen-Anhalt zu stärken. Wir freuen uns, dass diese Förderung unser Projekt, "DAS HAUS", möglich macht.

 

Im Rahmen des theaterpädagogischen Modellprojektes trafen sich am 15. April, dem besonderen Tag entsprechend, alle im Projekt Tätigen zum

2. Netzwerktreffen im Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt e.V. (LanZe), um sich über ihre Projekte kollegial auszutauschen. Eines der Themen war der Austausch über die praktische Theaterarbeit mit Geflüchteten, bei dem unsere Projektleiterin Einiges zu berichten wusste. 

 

Da sich unsere Projektleiterin Marlen Geisler (noch) nicht zerteilen kann, legten wir die offene Probe anlässlich des Tages der Theaterpädagogik auf den 18 April 2016, zu dem alle Interessierten theater(mit)spielend der offenen Probe beiwohnen konnten.

 

Perfektes Timing: So durften 16 Studentinnen und Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal, die zukünftig als Paten der Knipser agieren werden, aus nächster Nähe die Proben der Puppenspielgruppe miterleben und bei der Gelegenheit gleich noch die Projektleiter und Jugendlichen kennenlernen (siehe Fotos). Wir freuen uns sehr über die künftige Zusammenarbeit!

 

In Standbildern untersuchten alle Beteiligten die bisher von den Jugendlichen zusammengetragenen Themen wie "Familie" und "Einsamkeit". 

 

Im Anschluss startete der zweite Teil des Workshops mit der Puppenspielgruppe und den Breakdancern zum Thema Objekttheater und Puppenspiel mit Florian Kräuter und Freda Winter. An dieser Stelle möchten wir beiden schon mal ganz herzlich Danke sagen für die professionellen Tipps und die Geduld! Denn diese bewirkten, das sich bisher zurückhaltende Teilnehmer von einer ganz anderen Seite zeigen konnten. Toll!

 

So hatten wir auch an diesem Tag wieder ein volles HAUS!

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Die Knipser berichten: 500 Euro für "Das Haus"

Letzten Mittwoch übergaben Thomas Walter Maria und Kapelle Projektleiterin Marlen Geisler einen Scheck über 500 Euro. Hier nun der kleine Bericht der Knipser von der Scheckübergabe. :)

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